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Medical Medium: Das süchtige Gehirn

Aktualisiert: 14. Feb. 2023

Wenn wir über Süchte sprechen, dann kursieren leider immer noch mehr wie genug Vorurteile, mit denen sich Betroffene auseinandersetzen müssen. Sätze wie "Hör doch einfach auf damit.", "Dir fehlt die Willensstäke und die nötige Konsequenz, um dich von deinen Süchten zu befreien" oder "Ihre Mutter hat ja auch schon getrunken, dass liegt einfach in der Familie." sind keine Seltenheit. Nicht gerade motivierend wenn man gerade dabei ist eine Sucht zu bewältigen. Bei der Entstehung von Sucht gibt es bis heute kein einheitliches Modell, dass die Entstehung von Suchterkrankungen erklärt. Vielmehr sind es integrative Modelle und unterschiedliche therapeutisch geprägte Richtungen die zu einer Erklärung von

Abhängigkeitserkrankungen beitragen wie zum Beispiel das Suchtdreieck (Droge, Umwelt, Individuum).

Anthony William benennt für die Entstehung von Süchten vier Hauptursachen die ich im Folgenden näher beschreiben möchte. Wenn er von Sucht spricht, dann fasst er den Begriff weiter als allgemein bekannt und meint dabei nicht nur die stoffgebundenen Süchte wie Alkohol, illegale Drogen, Medikamente, Kaffee, Schokolade, fettiges Essen und Nikotin, sondern auch die stoffungebundenen Süchte und pathologischen sowie nicht pathologischen Verhaltensweisen mit Suchtcharakter wie zum Beispiel nach Glücksspielautomaten, Einkaufen, das ständige Ansehen pornografischer Inhalte, Fernsehen, schnelles Autofahren, Handy, Soziale Medien, Sport, Dinge Sammeln, Streit etc. Nicht alle Süchte wirken sich negativ auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus wie z.B. die Sucht viel draußen in der Natur zu sein.


Vier Hauptursachen die uns anfällig für Süchte machen

  1. Toxische Schwermetalle und "Gehirn-Verräter": Neben den toxischen Schwermetallen die sich vorzugsweise in der Leber und im Gehirn anreichern zählt Anthony unter dem Begriff "Gehirn-Verräter " zahlreiche andere Toxine auf wie z.B. Plastik, Strahlung etc. eine genaue Auflistung der häufigsten Verräter findest du hier und hier. Toxische Schwermetalle alleine können schon verantwortlich sein bei der Entstehung einer Sucht, auch wenn keine emotionale Verletzungen (s. unten) vorliegen. Eine zentrale Bedeutung kommt hierbei dem Adrenalin zu. Wenn unser Körper Adrenalin freisetzt wie es z.B. beim Konsum von Alkohol, Kaffee oder anderem süchtigem Verhalten der Fall ist, gelangt dieses auch ins Gehirn. Dort hilft es den elektrischen Signalen sich besser in und um die Schwermetalle zu bewegen. Darüber hinaus wirkt das Adrenalin vorübergehend entzündungshemmend im Gehirn an den Stellen, wo die Schwermetalle leichte Entzündungen verursachen. Das Suchtverhalten oder die Einnahme eines Suchtmittel wirkt demnach als eine Erleichterung von dem Zustand, den die Metalle üblicherweise verursachen. Lässt die Wirkung des Adrenalins nach nimmt der unangenehme Zustand bedingt durch die Schwermetalle wieder zu und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass erneut zum einem Suchtmittel gegriffen wird oder eine Adrenalin auslösenden Aktivität erneut ausgeübt wird (z.B. Glücksspiel). Desto stärker die Konzentration an Schwermetallen im Gehirn, desto stärker ist in der Regel das Suchtverhalten ausgeprägt.

  2. Glukose- und Mineralstoffmangel im Gehirn: Damit die Prozesse in unserem Gehirn optimal funktionieren können, benötigt es Glukose, Glykogen und Spurenmineralsalze. Sie sind sozusagen die Nahrung fürs Gehirn und sind insbesondere für die Bildung und Funktion der Neurotransmitter und des Neurotransmitterhaushaltes enorm wichtig. Ist der Neurotransmitterhaushalt gestört, kann dies alle möglichen Symptome mit sich bringen wie zum Beispiel Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen etc. Ein Mangel an Spurenmineralstoffe und Glukose ist heute keine Seltenheit. Nicht zuletzt weil Obst und Gemüse heute auch nicht mehr den gleichen Gehalt an Nährstoffen haben, wie dies vor einigen Jahren noch der Fall war. Mineralsalze und Glukose sind vor allem in Zitronenwasser, Selleriesaft, Kokoswasser, Datteln, frischem Blattgemüse, Kartoffeln, Süßkartoffel und frischem Obst enthalten. Besonders frisches Obst und Blattgemüse sind in unserer heutigen Ernährung oft Mangelware oder spielen nur eine untergeordnete Rolle wie z.B. als Beilage oder Garnitur oder Belag auf Kuchen etc. Dies ist leider zu wenig um unser Gehirn ausreichend mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen die es benötigt. Adrenalin hilft hier um durch diese Engpässe hindurchzukommen. Es dient als eine Art Ersatz für die nicht vorhandene Glukose. Besteht also ein Mangel an Treibstoff in Form von z.B. Glukose im Gehirn, benutzt unser Gehirn das Adrenalin als Ersatztreibstoff. Kurzzeitig stellt dies eine gute Strategie dar um durch den Alltag mit halbwegs guter Leistungsfähigkeit zu kommen. Adrenalin ist vom Körper aber als Notfallsystem gedacht. Läuft unser Gehirn deshalb langfristig mit Adrenalin kann dies zu chronischen Erschöpfungszuständen, Alterung, Haarausfall, Gewichtszunahme und emotionale Instabilität führen.

  3. Emotionale Traumata: Erleben wir eine emotionale Verletzung (in der Kindheit oder auch im Erwachsenenalter) kann dies zu Blockierungen in den emotionalen Zentren des Gehirns in Form von Narbengewebe, Blutgefäßstauungen oder selten mildem fehlendem Gewebe führen. Dies kann die Ursache von einem übermäßigen und konstantem Bedürfnis nach Adrenalin in Form von Suchtverhalten sein. Adrenalin dient hier als eine Art "Pflaster" für die emotionalen Blockierungen. Frühe Traumata in der Kindheit wie z.B. Missbrauchserfahrungen triggern Adrenalinschübe.

  4. frühe Koffein, Alkohol und Drogen Exposition: Sind wir in frühen Jahren oder sogar schon im Mutterleib Koffein ausgesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit für Suchtverhalten in späteren Jahren erhöht. Während das trinken von Alkohol und mittlerweile auch der Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft wenig bis gar nicht akzeptiert werden, so wird der Konsum von z.B. grünem Tee oder Matcha oder auch kakaohaltigen Produkten wie Schokolade als unbedenklich für das ungeborene Kind gewertet. Da das Ungeborene ja selbst nur wenige Gramm auf die Waage bringt, reichen hier kleine Mengen an Koffein bereits aus. Auch großer Stress während der Schwangerschaft kann zu übermäßiger Adrenalinausschüttung führen, sodass das ungeborene Kind im Mutterleib einen Entzug von Adrenalin erlebt. Auch frühe Koffein Expositionen bei Kleinkinder z.B. in Form von Schokolade, können den Weg für spätere Süchte ebnen. Darüber hinaus können auch frühe Traumata in der Kindheit wie z.B. Missbrauchserfahrungen Adrenalinschübe triggern und so wieder die Wahrscheinlichkeit für Suchtverhalten erhöhen.

Was hilft bei der Überwindung von Süchten?

Um Süchte langfristig zu Überwinden gilt es also sich von toxischen Schwermetallen und anderen Toxinen

im Gehirn zu befreien, die Ernährung umzustellen und emotionale Traumata zu bearbeiten. Eine genaue Anleitung zur einfachen Schwermetallausleitung findest du hier. Als ersten kleinen Schritt hinsichtlich einer Ernährungsumstellung, kannst du versuchen mehr Obst und Gemüse, Blattgemüse, Kartoffeln, Datteln etc. in dein Leben zu integrieren, um eventuelle Nährstoffmängel auszugleichen. Zusätzlich bietet es sich auch an Nahrungsergänzungsmittel die bei der Überwindung von Süchten besonders hilfreich sind

wie Zitronenmelisse, Zink, Vitamin B12, Vitamin C, Melatonin, roher Honig, Spirulina, Pfefferminze, Süßholzwurzel, L-Glutamin, GABA, EPA und DHA, Chaga, Gerstengrassaftpulver, Ashwagandha, 5-MTHF und Celeryforce einzunehmen (oder einzelne davon). Anthony empfiehlt in seinem Protokoll für Süchte darüber hinaus auch noch "Brain Shots" wie den Craving Shifter, Adrenalin Fight or Flight Stabilizer, Engergy Shifter und den Pharamaceutical Exposure.

Bei der Überwindung von emotionalen Blockaden kann eine Therapie im Einzel- und oder Gruppensetting hilfreich sein. Hier kannst du dich an eine Suchtberatungsstelle oder eine Psychotherapeutenpraxis wenden. Weiter kann ich dir auch die Arbeit mit dem Emotionscode von Dr. Bradley Nelson empfehlen. Eine kurze Beschreibung des Emotionscode findest du hier.


Du benötigst Hilfe bei der Umsetzung zur Überwindung deines Suchtverhaltens? Ich biete dir im Rahmen einer Gesundheitsberatung nach Anthony William gezielte Hilfestellungen bei deinem Weg. Hier gelangst du zu unseren Angeboten.


Für weitere Informationen empfehle ich dir das Buch "Heile dein Gehirn" von Anthony William.





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